Quantensichere Architektur

Quantensichere Verschlüsselung mit Zscaler - ohne Krypto-Umbau

Die größte Hürde bei Post-Quanten-Kryptografie ist selten die Technik, sondern die Angst vor dem Großprojekt. Über eine Zero-Trust-Architektur lässt sich PQC zentral bereitstellen - auch für Systeme, die selbst nicht quantensicher werden können.

SourcingBlox GmbH · Lesezeit ca. 6 Minuten
Post-Quanten-Verschluesselung, symbolisch

Dass Unternehmen auf quantensichere Verschlüsselung umstellen müssen, ist inzwischen unstrittig - die Angriffsstrategie „Harvest now, decrypt later" macht das Thema akut. Die eigentliche Frage lautet: Wie stellt man um, ohne jede Anwendung, jeden Server und jedes Altsystem einzeln anzufassen? Genau hier spielt eine Zero-Trust-Plattform ihre Stärke aus.

Das Problem mit dem klassischen Ansatz

Wer PQC anwendungsweise einführt, steht vor einem Mammutprojekt: Jede Software, jede Bibliothek, jedes eingebettete Gerät müsste eigene quantensichere Algorithmen erhalten. Bei Alt- und IoT-/OT-Systemen ist das oft schlicht unmöglich - sie lassen sich gar nicht mehr aktualisieren. Ein solcher Umbau dauert Jahre, in denen die Daten weiter abgeschöpft werden.

Der Zero-Trust-Ansatz: PQC zentral im Datenstrom

Eine Zero-Trust-Plattform wie die Zscaler Zero Trust Exchange sitzt inline im Datenverkehr. Sie entschlüsselt den Verkehr, prüft ihn auf Bedrohungen und verschlüsselt ihn neu, bevor er zum Ziel weitergeleitet wird. Genau an dieser Stelle setzt quantensichere Verschlüsselung an: Zscaler führt eine Inline-Inspektion mit dem NIST-standardisierten hybriden Schlüsselaustausch ML-KEM (FIPS 203) durch - und stellt PQC-Sichtbarkeit sowie Reporting im Admin-Portal bereit.

Der entscheidende Vorteil: Die quantensichere Verschlüsselung wird einmal zentral bereitgestellt - nicht in hunderten Anwendungen einzeln. Selbst Systeme, die selbst nie PQC-fähig werden, profitieren, weil ihr Verkehr durch quantensichere Tunnel gekapselt wird.

Auch für Legacy- und IoT/OT-Systeme

Gerade nicht-aktualisierbare Geräte - Industriesteuerungen, Sensoren, ältere Appliances - sind das größte PQC-Risiko, weil sie sich klassisch nicht nachrüsten lassen. Im Zero-Trust-Modell wird ihr Datenverkehr über die Plattform geführt und dort quantensicher gekapselt. So entsteht Schutz, ohne die Geräte selbst anzufassen. Wie das grundsätzlich für IoT/OT funktioniert, beschreiben wir im Beitrag zur Zero-Trust-Absicherung von IoT/OT-Umgebungen.

Volle Performance trotz größerer Schlüssel

Post-Quanten-Verfahren nutzen häufig größere Schlüssel als klassische Kryptografie. In einer global verteilten Cloud-Plattform wird der Datendurchsatz jedoch so optimiert, dass Anwender im Alltag keinen Unterschied bemerken - außer, dass ihre Kommunikation quantensicher ist.

So gehen wir bei SourcingBlox vor

  1. Krypto-Discovery: Wir erfassen, wo im Datenstrom welche Verschlüsselung läuft und welche Systeme quantensicher gekapselt werden müssen.
  2. Priorisierung nach Schutzdauer: Langlebige, besonders schützenswerte Datenflüsse zuerst.
  3. Inline-PQC aktivieren: Quantensichere Verschlüsselung über die Zero-Trust-Plattform bereitstellen - inklusive Sichtbarkeit im Reporting.
  4. Datensouverän betreiben: Auf Wunsch vollständig europäisch gehostet - ideal für regulierte Branchen und kritische Infrastrukturen.
  5. Nachweis & Compliance: PQC-Reporting als Beleg für Audits und kommende regulatorische Vorgaben (NIST, BSI).
Ergebnis: quantensichere Verschlüsselung in Wochen statt Jahren - zentral bereitgestellt, ohne Umbau Ihrer Anwendungslandschaft, mit Nachweis für Audits.

PQC-Readiness ohne Großprojekt

Wir zeigen Ihnen an Ihrer konkreten Umgebung, wie schnell quantensichere Verschlüsselung über eine Zero-Trust-Architektur produktiv wird - datensouverän und auditierbar.

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Häufige Fragen

Wie unterstützt Zscaler Post-Quanten-Kryptografie?

Die Zero Trust Exchange sitzt inline im Datenstrom und nutzt den NIST-standardisierten hybriden Schlüsselaustausch ML-KEM (FIPS 203). Verkehr wird quantensicher neu verschlüsselt; PQC-Sichtbarkeit und Reporting stehen im Admin-Portal bereit.

Muss ich meine Anwendungen für PQC umbauen?

Nein. Die quantensichere Verschlüsselung wird zentral im Datenstrom bereitgestellt. Auch Alt- und IoT-Systeme, die selbst nicht PQC-fähig sind, werden durch quantensichere Tunnel gekapselt.

Was ist ML-KEM (FIPS 203)?

Ein 2024 vom NIST standardisiertes, quantenresistentes Verfahren für den Schlüsselaustausch. Es wird häufig hybrid mit klassischer Kryptografie kombiniert, um schon heute vor künftigen Quantenangriffen zu schützen.

Quellen & weiterführend: